L'enclos des Fusillés

L'enclos des Fusillés
L'enclos des Fusillés
L'enclos des Fusillés


B-6600 Noville (Bastogne)

Web : http://home.scarlet.be/noville.old/page5.html

Beschreibung

Eintritt frei

NOVILLE, 21. Dezember 1944

Laut des Kriegsverbrechertribunals

Die Tatsachen.

Nach dem Nachgeben der Amerikaner, die Noville verteidigten, rückten die deutschen Truppen nach und nahmen eine Gruppe von etwa 20 Geiseln im Stadtzentrum. Zwischen acht und neun Uhr morgens befragten zwei französisch sprechende deutsche Offiziere und Unteroffiziere die Dorfbewohner nach der "Résistence". Aus der Gruppe der Festgenommenen wurden ein paar Männer nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um im Gemeindehaus von einem Major der SS befragt zu werden (...). Danach wurden alle Geiseln gezielt gedemütigt: Sie wurden an eine Straße gebracht, entlang derer sie ca. eine Viertelstunde lang Schlamm mit bloßen Händen schippen mussten, bevor sie zum Gemeindehaus zurückgebracht wurden. Dort wurden wiederum fünf Männer von den Jüngsten ausgewählt. "Der Lehrer und der Geistliche mussten bei ihnen bleiben, der Rest durfte nach Hause gehen."

"Auf einmal nahm der deutsche Offizier eine Maschinenpistole in die Hand und zwang die sieben Personen, ihn mit hinter dem Kopf verschränkten Händen zu folgen. Ein Soldat fragte seinen Offizier auf französisch: "Wo werden wir es tun?" Der Offizier antwortete ihm auf französisch: "Wir gehen hier hinten entlang", und zeigte auf die Ruinen eines Hauses.

Einer der befreiten Geiseln hörte Schüsse, als er sein Haus erreichte. "Er drehte sich um und sah den Geistlichen taumeln, auf den der Offizier soeben geschossen hatte. Als dieser zusammenbrach, wurde das Feuer erneut eröffnet und die anderen sieben Männer wurden Opfer der Hinrichtung."

Die Opfer

"Die Opfer des Massakers von Noville:

Priester Louis Delvaux, geb. 1894; Emile Rosière, geb. 1910; Auguste Lutgen, geb. 1899; René Deprez, geb. 1910; Germain Deprez, geb. 1915; Romain Henkinet, geb 1905; Roger Beaujean, geb 1923.

Sie starben alle durch Genickschuss; danach nahm man ihnen ihre Geldbörsen ab." Ein junger aufsässiger Luxemburger Soldat, Michel Stranen, erlitt das selbe Schicksal."

Die Schuldigen

"Die Dorfbewohner erklärten einstimmig, dass die Täter von der französischen SS kommen müssten, da auf dem Wappen ihrer Helme die Farben der Trikolore zu sehen waren, Zudem bemerkten einige, dass es "sicher französische Freiwillige waren" und dass "alle Täter fließend französisch sprachen". Dem stimmte auch einer der Freigelassenen zu.

Am Abend des 21. Dezembers erklärte ein deutscher Soldat dem Gemeindesekretär, dass es sich bei den Tätern um Mitglieder der Gestapo gehandelt hätte (1) "da man im Glockenturm der Kirche einen Radiosender entdeckt habe. (...) Es wird allgemeinhin angenommen, dass diese Aussage erfunden wurde, um die begangenen Grausamkeiten zu rechtfertigen (...)". In Noville und anderswo hätten "Deutsche niemals einen Beweis dieser Aussage erbracht. Es wurde im Übrigen auch keines der Opfer je vorher vernommen."

Vor und bis zur Mitte des Krieges bestanden die SS und die Gestapo ausschließlich aus Deutschen, die sorgsam ausgewählt wurden. Nach und nach kamen auch Freiwillige der kollaborierenden Länder hinzu .... diese Einheiten kämpften abseits der regulären Armee eher gegen den imaginären als gegen den reellen Widerstand.

(Quelle: www.bastogne.be)

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